Timewasting? – wenn dann quality Timewasting!

Es gibt diese Mini-Zeitfenster, die einfach passieren: Pause, Wartezeit, kurz Leerlauf. Und jedes Mal dasselbe Ritual: Handy raus, 9gag, Mydealz, irgendein „nur kurz gucken“ im Shopping-Universum – und plötzlich ist die Zeit weg, ohne dass irgendwas davon hängen bleibt oder es auch nur irgendwie sinnvoll war.

Das hier ist mein Versuch, diesen Autopilot auszuschalten.

Nicht, weil Timewasting grundsätzlich böse ist – sondern weil es einen Unterschied gibt zwischen „Zeit totschlagen“ und quality Timewasting: etwas, das Spaß macht, den Kopf frei kriegt und sich nicht anfühlt wie ein Algorithmus, der meine Aufmerksamkeit auswringt.

Warum ich mit aktuellen Play-Store-Games nicht grün werde

Mobile-Games können genial sein, klar. Aber vieles fühlt sich für mich nach Pay2Win, Grind und „Komm morgen wieder“-Mechanik an. Ich will in Pausen nicht managen, klicken und mich durch Popups hangeln. Ich will spielen. Also bin ich (wieder) dahin zurück, wo Spiele für mich am ehrlichsten waren: 16‑Bit.

Die 16‑Bit-Regel: Spiel bleibt Spiel

SNES-Zeug hat diese angenehme Direktheit: Starten, spielen, besser werden, Fortschritt machen. Kein Battle Pass, keine Energie, keine Dauerbeschallung, keine „Angebot endet in 02:59“.
Ich hatte drei Namen im Kopf:
Secret of Mana ist ein Klassiker, aber (für mich) eigentlich am stärksten, wenn man’s nicht alleine spielt.
Terranigma? Keine klare Erinnerung – was es spannend macht, aber auch riskant für „mal eben in der Pause“.
Zelda dagegen löst sofort dieses warme Kopfkino aus: Welt, Dungeons, Geheimnisse, Items, „ich probier das jetzt aus“.

Mein Plan: Zelda komplett ohne Internet

Keine Guides. Kein YouTube. Kein „kurz googeln“. Einfach so spielen, wie früher: probieren, falsch abbiegen, merken, zurückgehen, weiterkommen.

Vielleicht dauert’s länger. Vielleicht verlaufe ich mich. Aber genau das ist ja der Punkt: Wenn Timewasting, dann bitte so, dass es sich wie ein kleines Abenteuer anfühlt – und nicht wie 20 Minuten Scrollen, die einfach verschwinden. Mein Ziel ist simpel: Wenn ich sowieso zum Handy greife, dann will ich mich bewusst für etwas entscheiden, das mir wirklich was gibt. Retro statt Ragebait. Dungeons statt Deals. Spiel statt Scroll.

Also auf auf 🙂