Spider-Man: A Brand New Day – Filmkritik

Bisher war ich kein großer Spider-Man-Fan. Die Filme sind solide, man kann sie definitiv anschauen, aber Peter Parker wirkte in jeder Version wie der trottelige, zu viel redende Antiheld – quasi der Frodo Beutlin der Avengers. Die Handlungen waren oft simpel: Ein Mensch wird durch technische Unfälle oder unglückliche Verkettungen zum mächtigen Bösewicht (Goblin, Sandman, Electro), und am Ende bekehren sich die Schurken oder tun Sühne.

Doch der aktuelle Spider-Man-Film „A Brand New Day“ bricht mit diesem Muster. Er führt die Geschichte konsequent weiter: Peter Parker wollte von allen vergessen werden, damit niemand mehr durch die Bekanntschaft mit ihm in Gefahr gerät. Das Resultat ist ein wortkarger Loner-Spider-Man, der weniger redet und dafür umso mehr Verbrecher schnappt. Der Ton ist ernster, düsterer – unterstützt von brutaler Action in den Kämpfen.

Ein Highlight ist der leibhaftige, originale Punisher, der wortkarg fluchend einfach brutal seinen Job macht und Spider-Man hilft. Die Action wird umrahmt von der dunklen Vorgeschichte eines anderen MCU-/X-Men-Helden und der spürbaren Spannung zwischen Peter und MJ. Mein persönliches Highlight: der Fight zwischen Spider-Man und Punisher gegen den Hulk – laut, direkt und für Spider-Man-Verhältnisse echt brutal.

Von den bisherigen Spider-Man-Filmen ist das eine klare 10 von 10. Im Vergleich zu anderen MCU-Filmen eine solide 7,5 von 10.

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