Supernatural

Die Geschichte der Winchesters beginnt mit einer Nacht, die alles verändert. Lawrence, Kansas, 1983: Mary Winchester betritt das Kinderzimmer ihres jüngsten Sohnes Sam. Eine Gestalt mit leuchtend gelben Augen steht über dem Babybett. Sekunden später ist sie an die Zimmerdecke gepresst, Blut tropft aus einer Wunde, und Flammen brechen aus. John Winchester kann nur seine beiden Söhne retten und aus dem brennenden Haus tragen. Von diesem Moment an verschreibt er sein Leben der Jagd nach dem Wesen, das seine Frau getötet hat – und zieht Dean und Sam in diese gefährliche Welt.

22 Jahre später: Dean ist zu einem erfahrenen Jäger geworden, während Sam versucht hat, diesem Leben zu entfliehen. Er studiert Jura in Stanford, hat eine feste Freundin, Jessica, und will mit der Vergangenheit abschließen. Doch als ihr Vater spurlos verschwindet, steht Dean plötzlich vor seiner Tür. Er braucht Sams Hilfe bei einem Fall, der nach Übernatürlichem riecht. Sam stimmt zu – „nur für dieses eine Mal“. Gemeinsam lösen sie den Fall der „Frau in Weiß“, eines Geistes, der untreue Männer tötet. Sam will zurück zu Jessica und seinem Studium, doch sein Leben bricht erneut zusammen: Er findet Jessica an der Decke seines Zimmers, in Flammen – genau wie seine Mutter.

Von diesem Moment an ist Sam fest entschlossen, den Dämon zu finden, der seine Familie zerstört hat. Die Brüder reisen im schwarzen 1967er Chevy Impala quer durch die USA und nehmen es mit einer Vielzahl übernatürlicher Bedrohungen auf: ein uralter Wendigo in den Wäldern von Minnesota, ein bösartiger Wassergeist, der in Seen lauert, ein mörderischer „Hook Man“, Formwandler, verfluchte Objekte und rachsüchtige Geister. Jede Folge verbindet die Jagd nach Monstern mit tiefergehenden Hinweisen auf das, was wirklich hinter den Geschehnissen steckt.

Immer wieder kreuzen sie Spuren ihres Vaters. John hinterlässt verschlüsselte Nachrichten und Koordinaten zu Fällen, die in Verbindung mit dem gelbäugigen Dämon stehen. Unterwegs treffen sie auf andere Jäger wie Caleb und Pastor Jim, auf Opfer, die sie retten können, und auf Menschen, die sie nicht retten können – eine ständige Erinnerung daran, wie hoch der Preis dieses Lebens ist. Zwischen den Brüdern entsteht ein vertrautes Muster: Dean ist der Pragmatiker, der Humor und Musik als Schutzschild benutzt, Sam der ernste, nachdenkliche Part, der immer tiefer in die Suche nach Antworten eintaucht.

In den letzten Episoden findet sich ein Faden zusammen: John ist im Besitz einer legendären Waffe, des Colt – eine Revolveranfertigung aus dem 19. Jahrhundert, die alles töten kann, selbst Dämonen. Im Finale finden sich Sam, Dean und John in einem dramatischen Showdown wieder. Azazel, der gelbäugige Dämon, übernimmt kurzzeitig Johns Körper, um Dean zu provozieren. Dean zögert, da er seinen Vater nicht töten will, und Azazel entkommt.

Doch bevor sie den nächsten Schritt planen können, kommt der Angriff: Ein von einem Dämon gesteuerter Truck rast in den Impala. Metall zerreißt, Glas zerspringt, Blut läuft über Deans Gesicht. Sam, Dean und John liegen schwer verletzt im Wrack, die Sirenen heulen in der Ferne – und die Staffel endet in einem Moment völliger Ungewissheit, der das Schicksal der Winchesters in der Schwebe lässt.

Die neue Staffel setzt genau dort an, wo die erste endete: im Wrack des Impala. John, Dean und Sam werden schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht. Dean liegt im Koma und erlebt eine Nahtoderfahrung, in der er als Geist umherwandert. John, der erkennt, dass Deans Seele auf der Kippe steht, handelt einen verhängnisvollen Pakt aus: Er übergibt dem gelbäugigen Dämon Azazel den Colt und opfert sein eigenes Leben, um Dean zu retten. Dean erwacht – nur um zu erfahren, dass sein Vater gestorben ist. Johns letzte Worte an ihn sind kryptisch: „Wenn du nicht aufpasst, musst du vielleicht deinen Bruder töten.“

Gezeichnet vom Verlust ihres Vaters setzen Sam und Dean die Jagd auf Azazel fort. Unterwegs treffen sie immer mehr Menschen, die wie Sam „besonders“ sind – junge Erwachsene mit übernatürlichen Fähigkeiten, die alle in der Nacht ihrer Kindheit von Azazel besucht wurden. Sam entwickelt Visionen, die ihn warnen, wenn Menschen in Gefahr sind. Diese Fälle führen die Brüder zu weiteren Hinweisen über Azazels Plan.

Die „Monster der Woche“-Episoden dieser Staffel sind oft düsterer und brutaler als zuvor. Sie kämpfen gegen einen Clown-Geist, der Kinder entführt, einen Trickster, der die Realität verzerrt, und gegen ein uraltes Wesen, das in den Mauern eines Hauses lebt. Währenddessen baut sich die Spannung zwischen den Brüdern auf: Sam will unbedingt verstehen, warum er ausgewählt wurde, Dean hingegen fürchtet die Wahrheit.

Der Wendepunkt kommt, als Azazel die „besonderen Kinder“ entführt, darunter auch Sam, und sie in eine verlassene Westernstadt bringt. Dort müssen sie gegeneinander antreten – nur einer darf überleben. Sam, der versucht, das Töten zu vermeiden, wird von Jake, einem anderen „Kind“, hinterrücks erstochen. Dean kniet neben seinem sterbenden Bruder und bricht innerlich. In einem Akt purer Verzweiflung ruft er einen Crossroads-Dämon herbei und verkauft seine Seele: Sams Leben im Austausch für Deans Seele, mit einer Frist von nur einem Jahr.

Gemeinsam mit Bobby finden sie heraus, dass Jake einen Schlüssel zum Teufelstor hat – einem Tor, das von dämonischen Kräften bewacht wird und direkt in die Hölle führt. In einem letzten Gefecht tötet Dean Jake, doch nicht bevor dieser das Tor öffnet. Dutzende Dämonen strömen in die Welt, und aus dem Tor entkommt auch John Winchester kurzzeitig aus der Hölle, um seinen Söhnen beizustehen.

In einem finalen Duell erschießt Dean Azazel mit dem Colt, während John’s Geist zusieht und sich danach endgültig ins Jenseits verabschiedet. Doch der Sieg ist teuer erkauft: Dean hat nur noch ein Jahr zu leben, die Welt ist nun von entflohenen Dämonen überschwemmt – und der Krieg gegen das Übernatürliche hat gerade erst begonnen.

Dean lebt mit dem Wissen, dass er nur noch ein Jahr hat, bevor der Crossroads-Pakt ihn in die Hölle bringt. Sam ist fest entschlossen, diesen Vertrag zu brechen, doch Dean weigert sich, den Preis auf einen anderen abzuwälzen. Die Brüder nehmen weiterhin Jagdaufträge an, doch die Bedrohung ist nun größer: Durch das geöffnete Teufelstor sind mächtige Dämonen in die Welt gelangt. Einer dieser Dämonen ist Lilith, die erste von Gott erschaffene Dämonin. Sie ist sadistisch, bewohnt oft den Körper kleiner Mädchen und hat eine Armee von Höllenhunden unter sich. Lilith hält auch Deans Vertrag in den Händen – sie allein kann ihn lösen. Nebenbei begegnen die Brüder Ruby, einer Dämonin, die behauptet, sie wolle helfen. Sie gibt Sam ein spezielles Messer, das fast jeden Dämon töten kann, und deutet an, dass Sam eine „besondere Bestimmung“ hat. Ruby behauptet, sie könne Dean retten, doch die Bedingungen sind gefährlich und unklar.

Eine weitere wiederkehrende Figur ist Bela Talbot, eine elegante, skrupellose Diebin, die übernatürliche Artefakte für den Schwarzmarkt stiehlt. Mehrmals kreuzen sich ihre Wege mit denen der Winchesters, oft zu ihrem Nachteil, da sie kein Interesse daran hat, Leben zu retten – nur Profit zählt. Bela stiehlt schließlich sogar den Colt, was die Brüder in große Schwierigkeiten bringt.

Die Staffel enthält mehrere herausragende Einzelfolgen:

  • „Bad Day at Black Rock“ – Ein verfluchtes Kaninchenfuß-Amulett bringt zunächst Glück, dann tödliches Pech.
  • „Mystery Spot“ – Sam erlebt denselben Tag immer wieder, während Dean auf absurde Weise stirbt.
  • „Jus in Bello“ – Ein Polizeirevier wird von Dämonen belagert, während Sam und Dean in Haft sitzen.

Je näher Deans Frist rückt, desto verzweifelter wird Sam. Ruby warnt, dass Lilith Dean holen wird, und dass ein direkter Angriff nötig sei. Bela verrät schließlich, dass sie selbst einen Pakt mit einem Dämon geschlossen hat – und dass sie Dean an Lilith ausgeliefert hat, um ihre eigene Haut zu retten.

Im Finale spüren Sam und Dean Lilith in einer scheinbar idyllischen Vorstadtsiedlung auf. Sie finden heraus, dass sie den Körper eines kleinen Mädchens bewohnt und eine ganze Familie terrorisiert. Dean wird in einem brutalen Angriff von Liliths Höllenhunden zerfetzt, während Sam von Liliths Energieblitzen attackiert wird – die jedoch plötzlich abprallen, als hätte sie keine Macht mehr über ihn. Lilith flieht, Sam kniet blutüberströmt neben Deans totem Körper.

Die Staffel endet ohne Hoffnungsschimmer: Dean wird in Ketten und unter Qualen in die Hölle gezogen, während Sam schwört, ihn zurückzuholen – koste es, was es wolle.

Vier Monate nach Deans grausamem Tod in der Hölle erwacht er in einem geschlossenen Sarg – ohne Verletzungen, ohne Narben. Verwirrt und traumatisiert macht er sich auf den Weg zu Bobby, wo auch Sam auftaucht. Doch schnell wird klar: Dean wurde nicht durch einen Dämon oder Hexerei zurückgebracht, sondern durch einen Engel – etwas, von dem beide bisher nur in Geschichten gehört haben.

Der Engel Castiel erscheint Dean und offenbart, dass er von Gott persönlich gesandt wurde. Deans Auferstehung ist Teil eines größeren Plans: Die Apokalypse droht. Die Dämonin Lilith ist dabei, 66 Siegel zu brechen – magische Barrieren, die Luzifer in seinem Käfig gefangen halten. Wenn das letzte Siegel fällt, wird Luzifer frei sein.

Während Dean versucht, seine Zeit in der Hölle zu verarbeiten (er gesteht später, dass er gebrochen wurde und andere Seelen folterte, um seiner eigenen Qual zu entkommen), hat Sam begonnen, Dämonen auf eine neue Art zu bekämpfen: Er nutzt telekinetische Kräfte, die er durch den Konsum von Dämonenblut erlangt hat – Blut, das Ruby ihm verschafft. Dean ist entsetzt, doch Sam glaubt, so stark zu werden, dass er Lilith töten kann.

Die Staffel verwebt mehrere Konflikte:

Misstrauen zwischen Sam und Dean – Dean sieht Sam als Gefahr, Sam sieht Dean als zu schwach für den bevorstehenden Kampf.

Engel gegen Dämonen – Castiel kämpft auf Deans Seite, muss sich aber auch den strengen Regeln der Engelshierarchie beugen.

Sams Abhängigkeit – Ruby verstärkt Sams Überzeugung, dass er seine Kräfte einsetzen muss, um Lilith zu besiegen, koste es, was es wolle.

Während die Siegel fallen, häufen sich Katastrophen. Die Brüder erfahren, dass nicht nur Dämonen, sondern auch einige Engel Luzifers Befreiung wollen – aus Glaubenszweifeln oder aus Machtgier. Dean wird zum Werkzeug der Engel, Sam zum Werkzeug Rubys – beide ahnen nicht, dass sie in ein gigantisches Spiel getrieben werden.

Im dramatischen Finale konfrontieren Sam und Dean Lilith. Dean ist zu spät, um Sam zu stoppen: Sam tötet Lilith – und erfüllt damit das letzte Siegel. Lilith selbst war das letzte Siegel. Blut strömt über den Boden, ein leuchtender Riss öffnet sich, und aus den Tiefen der Hölle steigt Luzifer empor. Ruby triumphiert und enthüllt, dass sie Sam die ganze Zeit manipuliert hat. Dean ersticht Ruby mit ihrem eigenen Messer, doch es ist zu spät – ein gleißendes Licht kündigt Luzifers Ankunft an.

Luzifer ist frei. Die Erde bebt, der Himmel färbt sich rot, und die Apokalypse beginnt. Sam und Dean entkommen nur knapp dem ersten Aufeinandertreffen mit dem gefallenen Erzengel. Castiel wird scheinbar vernichtet, taucht aber bald wieder auf – mächtig geschwächt, aber entschlossen, den Brüdern zu helfen.

Bald offenbart sich das wahre Ausmaß der Situation: Dean ist das auserwählte Gefäß für den Erzengel Michael, Sam für Luzifer. Die Engel wollen, dass Dean Ja sagt, damit Michael Luzifer im finalen Kampf besiegen kann. Die Dämonen hingegen wollen, dass Sam Luzifer zustimmt, um den Sieg der Hölle zu sichern. Doch beide Brüder weigern sich, zu Spielfiguren in diesem kosmischen Krieg zu werden.

Die Staffel nimmt epische Ausmaße an:

Die Vier Reiter der Apokalypse erscheinen – Krieg, Hungersnot, Pestilenz und Tod – jeder mit einem eigenen Ring, der Teil eines Plans werden könnte, Luzifer wieder zu bannen.

Castiel beginnt, sich gegen den Himmel zu stellen, als er erkennt, dass die Engel den Krieg sogar wollen, um ihre Macht zu festigen.

Sam kämpft mit Schuld und der Versuchung durch seine dämonischen Kräfte, Dean mit der Aussicht, seine Familie erneut zu verlieren.

In einer der prägendsten Episoden wird Dean von Zachariah, einem Engel, in eine Zukunftsvision des Jahres 2014 geschickt: eine Welt, in der das Croatoan-Virus die Menschheit dezimiert hat, Sam von Luzifer besessen ist und Dean allein in einem Trümmerfeld lebt. Diese Vision erschüttert ihn zutiefst und lässt ihn ahnen, was auf dem Spiel steht.

Mit der Hilfe von Crowley, einem zynischen, aber cleveren Dämon, schaffen sie es, die vier Ringe der Reiter zu erlangen. Diese Ringe zusammen sind der Schlüssel, Luzifer in seinen Käfig zurückzusperren. Doch der Plan ist gefährlich: Sam will Luzifer zustimmen, um dann die Kontrolle zu übernehmen und in den Käfig zu springen. Dean weigert sich zunächst, doch Sam überzeugt ihn – es ist der einzige Weg.

Im packenden Finale steht Sam, besessen von Luzifer, Dean gegenüber. Luzifer schlägt Dean brutal zusammen, doch ein Blick in den Kofferraum des Impala – und die vertrauten Gegenstände ihrer gemeinsamen Jagdjahre – löst in Sam eine Flut an Erinnerungen aus. Für einen kurzen Moment erlangt er die Kontrolle, öffnet das Tor zum Käfig und zieht Luzifer (und sich selbst) hinein. Michael versucht, ihm zu folgen, wird aber von Luzifer mitgerissen – beide sind gefangen.

Dean, gebrochen, erfüllt Sams letzten Wunsch: Er geht zu Lisa und versucht, ein normales Leben zu führen. Doch in der letzten Szene steht Sam im Schatten vor Lisas Haus – lebendig, aber still – und deutet an, dass die Geschichte noch lange nicht vorbei ist.

Ein Jahr ist vergangen, seit Sam sich in den Käfig mit Luzifer und Michael stürzte. Dean hat sich aus dem Jägerleben zurückgezogen und lebt mit Lisa und deren Sohn Ben ein relativ normales Leben. Die Jagd, das Blut, die endlose Gefahr – all das scheint hinter ihm zu liegen. Doch diese Ruhe wird abrupt beendet, als eines Nachts Sam vor seiner Tür steht – lebendig, ohne Narben und mit einer merkwürdig gefühllosen Ausstrahlung.

Bald stellt sich heraus, dass Sam seit Monaten wieder auf der Jagd ist – zusammen mit ihren Großcousins, den Campbells, angeführt von ihrem Großvater Samuel Winchester, der ebenfalls mysteriös von den Toten zurückgekehrt ist. Dean bemerkt jedoch, dass Sam anders ist: kalt, pragmatisch, ohne den moralischen Kompass, der ihn einst auszeichnete.

Es kommt ans Licht, dass Sam ohne seine Seele zurückgekehrt ist. Seine Seele ist noch immer im Käfig, gefoltert von Luzifer und Michael. Dean ist schockiert und macht es zu seiner Mission, sie zurückzuholen – auch wenn Sam davor warnt, dass die seelischen Narben ihn zerstören könnten.

Während sie weiter jagen, entfaltet sich ein neuer Konflikt: Der Himmel befindet sich in einem Bürgerkrieg. Castiel führt eine Rebellion gegen den Erzengel Raphael, der den apokalyptischen Krieg neu entfachen will. Parallel dazu tauchen Hinweise auf eine mächtige Energiequelle auf – Seelen. Seelen sind pure, konzentrierte Macht, und sowohl Engel als auch Dämonen versuchen, sie zu kontrollieren.

Dean arbeitet mit dem dämonischen König der Hölle, Crowley, zusammen, um an Sams Seele zu kommen. Crowley verspricht, sie aus dem Käfig zu befreien, wenn die Brüder ihm helfen, das Fegefeuer zu finden – einen Ort, an dem die Seelen von Monstern nach dem Tod verweilen. Doch Crowleys Pläne sind undurchsichtig, und bald wird klar, dass er nicht allein arbeitet: Castiel kooperiert heimlich mit ihm.

Die Spannungen zwischen den Brüdern eskalieren, als Sam immer skrupelloser wird. In einem dramatischen Moment wird seine Seele tatsächlich von Tod höchstpersönlich zurückgebracht – unter der Bedingung, dass eine mentale Barriere alle Erinnerungen an seine Zeit ohne Seele blockiert, um ihn vor Wahnsinn zu schützen.

Gegen Ende der Staffel enthüllt sich Castiels wahrer Plan: Er will die Seelen des Fegefeuers absorbieren, um Raphael zu besiegen. Dean versucht ihn zu stoppen, doch Castiel verrät ihn, bricht das Ritual nicht ab und nimmt Millionen von Seelen in sich auf. Mit gottgleicher Macht erklärt er sich selbst zum neuen „Gott“ und warnt Dean und Sam davor, sich ihm in den Weg zu stellen.

Die Staffel endet düster: Castiel steht im strömenden Regen, leuchtende Augen, unendliche Macht – und die Brüder erkennen, dass ihr alter Freund nun ihre größte Bedrohung sein könnte.

Castiel, nun im Besitz der Seelen aus dem Fegefeuer, herrscht mit gottgleicher Macht. Er zwingt Engel und Menschen gleichermaßen, seinem Willen zu folgen, und sieht sich als gerechter, aber strenger Herrscher. Dean, Sam und Bobby versuchen, ihn zur Vernunft zu bringen, doch Castiels neue Macht korrumpiert ihn schnell. Er beginnt, menschliche Sünden gnadenlos zu bestrafen und jeden zu vernichten, den er für schuldig hält.

Schon bald wird klar, dass Castiel mehr absorbiert hat als nur die Seelen der Monster – zusammen mit ihnen hat er auch Leviathane aufgenommen: uralte, vorweltliche Kreaturen, die selbst Gott einst verbannt hatte. Die Leviathane sind aggressiv, nahezu unzerstörbar und haben einen Hunger auf Menschenfleisch. Als Castiel die Kontrolle verliert, brechen sie aus und übernehmen menschliche Körper.

Einer der mächtigsten unter ihnen ist Dick Roman, ein charismatischer Geschäftsmann, der den Leviathanen eine perfide Tarnung gibt: Sie infiltrieren Unternehmen, Regierung und Nahrungsmittelindustrie. Ihr Ziel: Die Menschheit nicht nur zu beherrschen, sondern sie wie Vieh zu züchten – durch ein Additiv in der Nahrung, das Menschen abhängig und gefügig macht.

Währenddessen kämpft Sam mit den Folgen, dass die Barriere in seinem Geist bröckelt. Lucifer erscheint ihm als Halluzination, quält ihn ununterbrochen und versucht, ihn in den Wahnsinn zu treiben. Dean versucht verzweifelt, seinen Bruder zu stützen, während er selbst zunehmend von Schuldgefühlen zermürbt wird.

Bobby Singer wird erneut zu einer Schlüsselfigur im Kampf gegen die Leviathane. Doch in einer tragischen Wendung wird er von Dick Roman erschossen. Bevor er stirbt, flüstert er den Brüdern eine entscheidende Information zu – einen Hinweis, der später zur Waffe gegen die Leviathane wird. Bobbys Tod trifft Sam und Dean hart; sie verlieren nicht nur einen Mentor, sondern eine Vaterfigur.

Die Suche nach einer Waffe gegen Dick Roman führt sie zu einem uralten Knochen, getränkt im Blut von drei seltenen Kreaturen. Sie sammeln die Zutaten in einer gefährlichen Jagd, während die Leviathane immer mächtiger werden. Am Ende gelingt es Dean und Castiel, Dick mit dieser Waffe zu töten – doch der Sieg hat einen hohen Preis: Beim Tod des Leviathans werden Dean und Castiel in das Fegefeuer gerissen.

Sam bleibt allein in der Welt zurück, ohne zu wissen, ob sein Bruder noch lebt, während Dean und Castiel in der dunklen, monströsen Wildnis des Fegefeuers ums Überleben kämpfen.

Ein Jahr ist vergangen, seit Dean im Fegefeuer verschwand. Er kehrt zurück – erschöpft, gezeichnet und begleitet von einem unerwarteten Verbündeten: Benny, einem Vampir, der ihm im Fegefeuer das Leben rettete. Dean verdankt ihm seine Flucht, doch ihre Freundschaft sorgt für Spannungen zwischen den Brüdern, vor allem weil Sam das vergangene Jahr nicht mit der Suche nach Dean verbracht hat. Stattdessen hatte er versucht, ein normales Leben zu führen, inklusive einer kurzen Beziehung mit einer Frau namens Amelia.

Schon bald taucht eine neue, gewaltige Bedrohung auf: Der Engel Metatron, Gottes Schreiber, ist im Verborgenen aktiv, während Crowley, der König der Hölle, eine perfide Jagd auf „Worte Gottes“ und prophetische Schriften beginnt. Inmitten all dessen stoßen Sam und Dean auf eine uralte Prophezeiung: Drei Prüfungen, die, wenn sie bestanden werden, das Tor zur Hölle für immer verschließen können.

Die Prüfungen sind lebensgefährlich und verlangen, dass ein Jäger:

  • Einen Höllenhund tötet und sein Herz badet.
  • Eine Seele aus der Hölle befreit und sicher in den Himmel bringt.
  • Die Hölle selbst „reinigt“.

Sam übernimmt die Prüfungen und wird mit jedem Schritt schwächer. Die Belastung ist nicht nur körperlich, sondern auch seelisch – Visionen und Schmerzen quälen ihn, und Dean fürchtet, dass die Prüfungen seinen Bruder töten werden.

Währenddessen wird Castiel von dem Engel Naomi manipuliert, der ihn dazu bringt, Dean zu misstrauen. Castiel stiehlt das „Engelstablet“ und entzieht sich Naomis Kontrolle, doch sein Vertrauen ist erschüttert. Benny opfert sich schließlich, um Sam zu helfen, indem er freiwillig ins Fegefeuer zurückkehrt.

In einem dramatischen Finale offenbart Metatron seine wahren Absichten: Er will nicht die Himmelstore reparieren, sondern sich selbst zum Herrscher des Himmels aufschwingen. Er stiehlt Castiels Gnade, macht ihn damit menschlich, und führt einen Plan aus, der alle Engel aus dem Himmel stürzt. Sam, am Ende seiner Kräfte, steht kurz davor, die letzte Prüfung zu vollenden, doch Dean überzeugt ihn, dass sie ihn töten würde. Sam bricht zusammen, während am Himmel ein schockierendes Schauspiel beginnt: Millionen Engel stürzen als Feuerbälle auf die Erde herab.

Nach Metatrons Verrat liegen die Engel verstreut auf der Erde, ihrer Macht beraubt. Der Himmel ist im Chaos, und die gefallenen Engel suchen nach Führern oder Rache. Sam liegt unterdessen im Sterben – sein Körper zerstört von den Prüfungen, die er fast abgeschlossen hätte. Dean, unfähig, seinen Bruder zu verlieren, greift zu einer drastischen Maßnahme: Er ruft den Engel Ezekiel an, der anbietet, Sams Leben zu retten. Der Preis: Ezekiel muss Sams Körper als Gefäß benutzen. Dean verschweigt Sam diese Wahrheit.

Doch „Ezekiel“ entpuppt sich bald als Gadreel, ein gefallener Engel mit einer dunklen Vergangenheit – er war der Wächter, der einst zuließ, dass Luzifer in den Garten Eden gelangte. Gadreel hat seine eigenen Ziele und beginnt, Sam zu manipulieren. Er arbeitet schließlich mit Metatron zusammen, der sich als neuer Herrscher des Himmels aufspielt und jeden vernichtet, der sich ihm widersetzt.

Parallel dazu startet Abaddon, ein mächtiger Ritter der Hölle, einen brutalen Feldzug gegen Crowley, um die Hölle zu übernehmen. Dean verbündet sich widerwillig mit Crowley, um Abaddon zu stoppen. Diese Allianz ist gefährlich, aber notwendig.

Castiel, nun menschlich, kämpft ums Überleben und entdeckt die Härten des Lebens ohne Engelskräfte. Er findet schließlich eine Möglichkeit, seine Gnade zurückzugewinnen, und wird erneut zum Engel – allerdings als Anführer einer Rebellion gegen Metatron.

Der Kampf gegen Abaddon kulminiert, als Dean das Kainsmal annimmt – ein uraltes Symbol, das ihm die Macht gibt, die „First Blade“ zu führen, die einzige Waffe, die Abaddon töten kann. Mit dieser Macht wird Dean tödlicher, aber auch unberechenbarer. Er tötet Abaddon, doch das Kainsmal beginnt, seinen Geist zu verändern: Paranoia, Aggression und Blutlust wachsen.

Im Finale stellen Dean, Sam und Castiel Metatron in einem dramatischen Kampf. Castiel entzieht Metatron seine Macht, während Dean im Duell mit ihm tödlich verwundet wird. Dean stirbt in Sams Armen – nur um kurze Zeit später mit schwarzen Dämonenaugen wieder zu erwachen. Das Kainsmal hat ihn nicht sterben lassen, sondern in einen Dämon verwandelt.

Dean Winchester ist nun ein Dämon – ein Ritter der Hölle, frei von menschlicher Moral, getrieben von der Blutlust des Kainsmals. Gemeinsam mit Crowley zieht er durch Bars und Jagden, ohne Rücksicht auf Verluste. Sam jedoch gibt nicht auf und macht sich auf die verzweifelte Suche nach seinem Bruder. Er fängt Dean schließlich ein und bringt ihn zu einer dämonischen „Entgiftung“, unterstützt von Castiel.

Dean wird zurück in einen Menschen verwandelt, doch das Kainsmal bleibt. Es verleiht ihm übermenschliche Stärke und macht ihn zum perfekten Krieger – aber es flüstert auch unablässig nach Blut. Dean kämpft gegen den wachsenden Drang, zu töten, und fürchtet, dass er irgendwann nicht mehr aufhören kann.

Parallel dazu taucht Rowena auf, eine mächtige Hexe – und Crowleys Mutter. Sie ist manipulativ, machthungrig und hat ihre eigenen Pläne, die Hölle zu kontrollieren. Crowley, zunehmend zerrissen zwischen seiner Allianz mit den Winchesters und seiner Herrschaft, lässt sich von ihr beeinflussen.

Castiel sucht nach einer Möglichkeit, das Kainsmal zu entfernen, während er versucht, seine schwindenden Engelskräfte zu stabilisieren. Er kümmert sich auch um Claire Novak, die Tochter seines menschlichen Wirts Jimmy, und versucht, Wiedergutmachung für das Chaos zu leisten, das er in ihrem Leben angerichtet hat.

Die Staffel liefert einige einprägsame Folgen:

  • „Fan Fiction“ – eine Meta-Episode zum 200. Serienjubiläum, in der eine Schüleraufführung der Winchester-Geschichte stattfindet.
  • „The Things They Carried“ – eine Hommage an Horrorfilme der 80er.
  • „Angel Heart“ – eine emotionale Aufarbeitung von Claires Geschichte.

Die Bedrohung spitzt sich zu, als das Kainsmal Dean immer mehr in einen unkontrollierbaren Killer verwandelt. Sam arbeitet heimlich mit Rowena zusammen, um einen Zauber zu finden, der das Mal entfernen kann – sehr zum Missfallen von Dean, der die Konsequenzen fürchtet.

Im Finale wird das Kainsmal tatsächlich entfernt, aber dieser Sieg entfesselt eine uralte, viel größere Gefahr: Die Finsternis – Amara, Gottes Schwester, eine Urgewalt, die schon vor der Schöpfung existierte. Während sich am Himmel schwarze, pechige Wolken ausbreiten und Blitze zucken, erkennen die Brüder, dass sie ungewollt etwas weitaus Schrecklicheres befreit haben, als das Kainsmal jemals war.

Die Finsternis, bekannt als Amara, breitet sich nach ihrer Befreiung unaufhaltsam aus. Schwarze Rauchschwaden ziehen über die Landschaft, infizieren Menschen und verwandeln sie in mordlustige, zombieähnliche Kreaturen. Dean spürt eine mysteriöse, fast magnetische Verbindung zu Amara – ein Band, das tiefer geht, als er begreifen kann.

Amara wächst in rasantem Tempo von einem Kind zu einer erwachsenen Frau heran. Sie besitzt gottgleiche Kräfte, zerstört Engel, Dämonen und Menschen gleichermaßen und sucht nach Gott selbst, um sich an ihm zu rächen. Sie will nicht nur den Himmel, sondern die gesamte Schöpfung vernichten, um zur „reinen Dunkelheit“ zurückzukehren.

Crowley versucht zunächst, Amara für sich zu gewinnen, um ihre Macht zu kontrollieren, doch er unterschätzt sie. Amara entkommt und beginnt, den Himmel direkt anzugreifen. Castiel wird derweil von Lucifer manipuliert, der im Käfig gefangen ist. In einem verzweifelten Versuch, Amara zu stoppen, lässt sich Castiel von Lucifer übernehmen – in der Hoffnung, dass Luzifers Macht groß genug ist, um gegen sie zu bestehen.

Sam und Dean erkennen, dass der einzige Weg, Amara aufzuhalten, darin besteht, Gott selbst ins Spiel zu bringen. Schließlich enthüllt sich Gott – in Gestalt von Chuck Shurley, dem Propheten und Autor der „Supernatural“-Bücher. Chuck erklärt, dass Amara seine Schwester ist, die er einst einsperrte, weil sie alles zerstören wollte, was er erschuf.

Die Staffel ist geprägt von moralischen Dilemmata:

  • Darf man Lucifer frei lassen, um Amara zu besiegen?
  • Ist Amara tatsächlich nur böse, oder ist sie eine verdrängte, verletzte Kraft?
  • Wie weit sind die Brüder bereit zu gehen, um die Schöpfung zu retten?

Am Höhepunkt der Staffel kommt es zu einer epischen Konfrontation: Amara verletzt Gott schwer und beginnt, das Universum zu zerstören. Dean, der ihre Verbindung zu ihm spürt, sucht das Gespräch – und findet tatsächlich einen Zugang. Er überzeugt sie, dass Rache keine Heilung bringt, und dass Versöhnung mit ihrem Bruder möglich ist.

Amara heilt Gott und verschwindet mit ihm, um ihre Beziehung zu erneuern. Als Dank für Deans Verständnis schenkt sie ihm etwas Unmögliches: Sie bringt Mary Winchester, ihre Mutter, ins Leben zurück – 33 Jahre nach ihrem Tod.

Doch während Dean diesen Schock verarbeitet, steht Sam einem neuen Problem gegenüber: Eine britische Organisation der Men of Letters taucht auf – und sie haben eigene Pläne für Amerikas Jäger.

Mary Winchester ist zurück – doch für sie sind nur wenige Tage seit ihrem Tod vergangen, während für ihre Söhne über drei Jahrzehnte voller Blut, Verlust und Jagd verstrichen sind. Die emotionale Wiedervereinigung ist kompliziert: Mary muss sich in einer fremden Welt zurechtfinden, während Dean und Sam mit dem plötzlichen Auftauchen ihrer Mutter und den Narben ihrer eigenen Vergangenheit umgehen.

Parallel dazu treten die Britischen Men of Letters auf den Plan – eine hochorganisierte, technisch und magisch versierte Jägerorganisation, die in Großbritannien sämtliche übernatürliche Bedrohungen ausgerottet hat. Unter der Leitung von Mick Davies und der skrupellosen Lady Toni Bevell wollen sie ihre Methoden auch in Amerika anwenden – inklusive Folter und gezielter Eliminierung. Sam und Dean stehen ihrer kompromisslosen Haltung misstrauisch gegenüber.

Währenddessen sorgt Lucifer für Chaos: Er wechselt ständig die Körper, die er als Gefäß nutzt, und landet schließlich im Körper des Rockstars Vince Vincente. Crowley gelingt es, Lucifer kurzzeitig zu fangen, um seine Macht in der Hölle zu festigen. Doch Lucifer entkommt und enthüllt eine erschreckende Nachricht: Er wird Vater – die Mutter ist eine junge Frau namens Kelly Kline. Das Kind ist ein Nephilim, halb Mensch, halb Erzengel, mit potenziell gottgleichen Kräften.

Mary arbeitet zeitweise mit den Britischen Men of Letters zusammen, was zu Spannungen mit ihren Söhnen führt. Sam versucht, ihre Methoden zu verstehen, während Dean sich zunehmend entfremdet fühlt. Castiel sucht nach Kelly, um zu verhindern, dass das Nephilim geboren wird, aus Angst, es könnte eine Katastrophe auslösen. Doch Kelly ist überzeugt, dass ihr Kind „gut“ sein wird.

Im Verlauf der Staffel eskaliert der Konflikt mit den Britischen Men of Letters: Sam infiltriert ihre Zentrale, nachdem sie begonnen haben, amerikanische Jäger systematisch auszuschalten. In einem blutigen Showdown werden viele von ihnen getötet, Mick wird von seinen eigenen Leuten verraten, und Mary wird einer Gehirnwäsche unterzogen, um gegen ihre Söhne zu kämpfen.

Das Finale ist besonders tragisch: Crowley opfert sich, um den Riss zu schließen, den Lucifer in eine parallele Apokalypse-Welt geöffnet hat – eine Welt, in der Engel und Dämonen im ständigen Krieg stehen. Castiel wird von Lucifer getötet, Mary verschwindet mit Lucifer durch den Riss, und Kelly stirbt bei der Geburt ihres Sohnes Jack. Sam und Dean stehen vor dem Neugeborenen – und blicken in die goldenen Augen eines Wesens, das ebenso Retter wie Zerstörer sein könnte.

Die Staffel beginnt in der Dunkelheit nach den Verlusten des Finales von Staffel 12: Crowley ist tot, Castiel liegt leblos, Mary ist mit Lucifer in einer fremden Welt gefangen, und Kelly starb bei der Geburt von Jack – dem Nephilim, Sohn von Lucifer.

Sam und Dean stehen dem Neugeborenen gegenüber, das innerhalb von Stunden zu einem Jugendlichen heranwächst. Jack besitzt gewaltige Kräfte, ist aber emotional wie ein Kind – neugierig, naiv und verzweifelt auf der Suche nach Zugehörigkeit. Dean misstraut ihm zutiefst und sieht in ihm nur die Bedrohung, die er werden könnte. Sam hingegen glaubt, dass Jack das Potenzial hat, Gutes zu tun.

Parallel dazu kehrt Castiel ins Spiel zurück – auf unerwartete Weise. Jack nutzt unbewusst seine Macht, um Castiel aus der Leere zurückzuholen, einem Ort, an dem tote Engel und Dämonen enden. Die „Leere“ selbst ist eine mächtige Entität, die alles Schlafende in ewige Ruhe zwingen will – und sie ist nicht erfreut über Castiels Rückkehr.

Währenddessen tobt in der Apokalypse-Welt der Krieg: Dort hat der Erzengel Michael die Macht übernommen, Engel führen einen brutalen Feldzug gegen die wenigen überlebenden Menschen, und Mary Winchester kämpft ums Überleben. Lucifer nutzt die Gelegenheit, um auch in dieser Welt Fuß zu fassen.

Die Brüder erkennen bald, dass Jack der Schlüssel sein könnte, um ihre Mutter zurückzuholen und Michael zu stoppen. Doch Jack ringt mit seiner Abstammung: Er will nicht wie sein Vater werden, doch seine Kräfte sind instabil. Seine emotionale Bindung zu Sam und Dean wird auf die Probe gestellt, als er versehentlich Menschen verletzt.

Ein weiterer Handlungsstrang dreht sich um den Erzengel Gabriel, den alle für tot hielten. Er taucht lebend, aber gefoltert auf, nachdem er in Asmodeus’ Gefangenschaft war. Gabriels Wissen und Macht werden entscheidend im Kampf gegen Michael.

Das Finale ist ein Schlachtfeld: Sam, Dean, Castiel, Gabriel und Jack reisen in die Apokalypse-Welt, um Mary zu retten. Michael, mächtiger und skrupelloser als je zuvor, greift an. Gabriel wird getötet, Lucifer wechselt die Seiten und bietet an, Jack zu helfen – doch seine wahren Absichten sind finster. Am Ende verrät er alle, nimmt Jack als Machtquelle und fordert Dean zum Kampf heraus.

Dean, dem klar ist, dass Michael der einzige ist, der Lucifer besiegen kann, stimmt zu, Michaels Gefäß zu werden – unter der Bedingung, dass er nach dem Kampf die Kontrolle zurückbekommt. Michael besiegt Lucifer in einem spektakulären Duell und tötet ihn – doch bricht sein Versprechen: Er übernimmt Deans Körper vollständig und verschwindet, während Sam und Castiel entsetzt zusehen.

Dean ist nicht mehr Dean – er ist das Gefäß des Erzengels Michael aus der Apokalypse-Welt. Dieser Michael hat kein Interesse an einer reinen Engelsmission; er will eine neue Art Monster erschaffen, indem er sie mit Engelsessenz verbessert, um eine unaufhaltsame Armee zu formen. In Deans Körper reist er durch die Welt, testet seine Kreationen und sucht nach den perfekten Soldaten.

Sam, nun gezwungen, die Führungsrolle zu übernehmen, organisiert ein Netzwerk von Jägern – viele aus der Apokalypse-Welt – und arbeitet unermüdlich daran, Dean zu finden. Jack, inzwischen ohne seine Nephilim-Kräfte (nach der Konfrontation mit Lucifer am Ende von Staffel 13), kämpft mit dem Verlust seiner Macht und seinem Platz in der Jägerfamilie.

Schließlich gelingt es ihnen, Michael zu überwältigen und Dean zurückzuholen – zumindest vorerst. Michael bleibt jedoch in seinem Geist gefangen, jederzeit bereit, die Kontrolle wieder zu übernehmen. Dean trägt die ständige Angst in sich, dass Michael ausbrechen und ihn erneut benutzen könnte.

In der Zwischenzeit verschlechtert sich Jacks Gesundheitszustand rapide: Als Nephilim benötigt er die Gnade eines Engels zum Überleben, doch ohne sie stirbt er. In einem riskanten Versuch opfert Castiel einen Teil seiner Gnade, was Jack nur kurzzeitig stabilisiert.

Michael bricht schließlich aus und übernimmt Deans Körper vollständig. In einer dramatischen Wendung erlaubt Dean ihm, sich in einer mentalen „Kammer“ einzusperren – eine Falle, die Michael jedoch durch Geduld und Manipulation überwindet. Er will die Welt nach seinen Vorstellungen neu erschaffen, beginnt aber einen offenen Krieg mit den Jägern.

Jack gelingt es, Michael zu töten, indem er dessen Essenz absorbiert – und damit seine eigenen Kräfte wiedererlangt, nun jedoch auf einem nahezu gottgleichen Level. Diese Macht korrumpiert ihn zunehmend, und er verliert seine moralische Orientierung. Als Jack unkontrollierbar wird, sehen sich Sam, Dean und Castiel gezwungen, ihn in die Leere zu verbannen – eine herzzerreißende Entscheidung, die sie tief spaltet.

Das Staffelfinale bringt die wahre Bedrohung ans Licht: Gott – Chuck – tritt zurück ins Rampenlicht, nicht als wohlwollender Schöpfer, sondern als manipulativer Autor, der die Brüder ihr ganzes Leben lang wie Figuren in einer Geschichte benutzt hat. Als Sam, Dean und Castiel sich weigern, sein nächstes „Finale“ zu spielen, erklärt Chuck den Krieg: Er erschießt Jack und öffnet die Hölle, wodurch zahllose tote Feinde der Brüder auf die Erde zurückkehren.

Gott – Chuck – hat die Maske des liebevollen Erzählers endgültig fallen gelassen. Für ihn sind Sam und Dean nichts weiter als Figuren in seiner unendlichen Geschichte. Als sie sich weigern, das von ihm geplante Ende zu spielen, bricht Chuck die Realität auf: Er öffnet die Tore der Hölle, und eine Armee aus den schlimmsten Monstern, Dämonen und Geistern, die die Winchesters je besiegt haben, kehrt zurück. Darunter: der Frauenmörder John Wayne Gacy, der Todbringer Bloody Mary und die geisterhaften Erscheinungen früherer Gegner.

Sam, Dean und Castiel stehen vor einer unmöglichen Aufgabe – sie müssen eine Invasion aus der Unterwelt aufhalten, ohne zu wissen, wie sie Chuck selbst besiegen können. Jack, den Chuck zu Beginn der Staffel getötet hat, wird in der Leere wiedererweckt. Dort schmiedet er zusammen mit Billie, der aktuellen Inkarnation des Todes, einen Plan, um Gott zu entmachten.

Die Staffel entfaltet sich in mehreren Akten:

  • Der Kampf gegen die Höllengeister: Mit Hilfe von Rowena, die sich am Ende opfert, um die Geister zurück in die Hölle zu ziehen, schließen sie das Tor.
  • Jacks Wiederaufbau: Jack muss lernen, seine Kräfte zu kontrollieren, während er gleichzeitig eine geheime Mission verfolgt, die Billie ihm aufträgt.
  • Konfrontationen mit Erzengeln und Parallelwelten: Chuck zerstört systematisch alle Parallelwelten, bis nur noch die Hauptwelt übrig bleibt – eine Machtdemonstration, die zeigt, dass er sie jederzeit vernichten kann.

Der zentrale Konflikt spitzt sich zu, als Billie offenbart, dass sie den Kosmos neu ordnen will – ohne Gott, aber auch ohne die Winchesters, die zu viele Regeln gebrochen haben. Die Brüder müssen sich entscheiden, ob sie Billie oder Chuck aufhalten – und erkennen, dass beide für sie tödlich enden könnten.

In den letzten Episoden eskaliert die Lage: Chuck löscht die gesamte Menschheit aus, lässt nur Sam, Dean und Jack zurück, um sie zu quälen. Doch sein Plan scheitert, als Jack – inzwischen eine Art „kosmischer Akku“, der Energie absorbieren kann – Gottes Macht vollständig in sich aufnimmt. Jack wird zum neuen Gott, lehnt jedoch jede Form von Kontrolle ab und lässt den Kosmos frei sich selbst überlassen. Er belebt die Menschheit und alle gefallenen Freunde zurück, darunter auch Castiel, der sich zuvor geopfert hatte, um Dean zu retten.

Der eigentliche Abschied kommt jedoch kurz darauf: Bei einer routinemäßigen Jagd wird Dean tödlich verletzt, als er von einem Stück Eisen aufgespießt wird. Er stirbt in Sams Armen, zufrieden damit, dass sein Lebensweg nun vollendet ist, und fährt in den Himmel – der dank Jack nun ein offener, friedlicher Ort ist. Dort trifft er Bobby Singer und erfährt, dass er eines Tages wieder mit Sam vereint sein wird.

Sam lebt weiter, gründet eine Familie, erzieht einen Sohn namens Dean und stirbt im hohen Alter. In der letzten Szene treffen sich die Brüder im Jenseits wieder, fahren im Impala auf einer endlosen Straße – vereint, frei und ohne Monster mehr im Rückspiegel.